Apple veröffentlich dritte Runde seiner Betas

Apple hat diese Woche die dritte Runde für die Betas seiner Betriebssysteme eingeläutet. Damit sind sowohl iOS, iPadOS, macOS aber auch tvOS und das OS für HomePods aktualisiert.

macOS Big Sur hat jetzt die Version 11 und wurde in der dritten Beta als ein kompletter Installer zur Verfügung gestellt.

Mit macOS 11 hat Apple dieses Mal einen knapp 13GB großen Installer zur Verfügung gestellt. Die Installation hat viel Zeit gebraucht, das hat Apple in seiner Dokumentation als aktuelles Problem gelistet. Somit muss man etwas Geduld mit sich bringen. Das Betriebssystem ist jetzt aber schon an vielen Ecken und Enden sehr Rund.

Was ist neu?

Was wir Positives auf die Schnelle erkennen konnten sind folgende Punkte:

  • Neues Apple Music Symbol, auch in der iOS/iPadOS Version
  • Neues Batterie-Symbol in den Systemeinstellungen (zum Glück!)
  • Spotlight-Menü ist jetzt funktionstüchtig und verschwindet nicht

Negative Eindrücke:

  • Safari lädt manche Webseiten unglaublich langsam
  • Springende Menü-Inhalte (die Symbole verschwinden und tauchen wieder auf)
  • System ist zwischendurch auch nicht ansprechbar und friert ein

Apple Beta 2 von WWDC 2020 Neuerungen

Heute Abend hat Apple seine kommenden Betriebssysteme in einer zweite Beta für Entwickler herausgegeben. Es handelt sich um folgende Versionen:

macOS Big Sur Beta 2 10.16 (eigentlich 11?)
  • macOS Big Sur Beta 2 10.16 (9,55GB)
  • iOS 14 Beta 2
  • iPadOS Beta 2
  • tvOS Beta 2
  • watchOS 7 Beta 2

Wir werden die Aktualisierungen uns anschauen und über eventuelle Veränderungen in den kommenden Tagen berichten.

macOS 11 »Big Sur« Redesign

Wir haben uns mal erlaubt einen Blick auf das neue macOS 11 Redesign zu werfen. Die neue Oberfläche macht auf den ersten Blick einen frischen und luftigen Eindruck. Auf den zweiten Blick fallen aber einige Ungereimtheiten und Einbußen in der Funktionalität gegenüber der bisherigen macOS Benutzeroberfläche auf. Fangen wir zuerst mit den Kritikpunkten an.

Symbolpotpourri

Die Systemeinstellungen, die neuen Symbole überzeugen nicht. Sie sind unterschiedlich groß, haben fragliche Farbgebung und unterschiedliche Größen sowie Perspektiven.

Der erste Blick in die Systemeinstellungen zeigt die Ambivalenz des neuen Designs, einerseits sind die leichteren Farben, die reduzierten Kontraste der Fenster angenehm. Die Abrundungen der Ecken gefallen auch. Aber dann die Symbole. Es scheint, als hätte man sich bei den Symbolen wenig bis keine Mühe gemacht. Unterschiedliche Farben, Größen, Tiefen und Perspektiven bringen eine unsaubere und uneinheitliche Erscheinung mit sich.

Im Dock sieht das Ganze ähnlich aus. Hier sind die Symbole zwar alle einheitlich groß und richten sich nach der Form der Anmutung von iOS-Symbolen, aber auch hier sind die Tiefen unterschiedlich und auffällig. So als wäre jedes einzelne Icon durch einen anderen Designer gestaltet.

Das ist wohl das hässlichste Batterie-Symbol was man sich vorstellen kann… Wir hoffen Apple wird dieses grässliche Symbol noch in Big Sur zur offiziellen Veröffentlichung ändern!

Function follows GUI

Da Geschmack ja bekanntlich unterschiedlich ist, sind diese Punkte noch einigermaßen harmlos und lassen sich bestimmt wegdiskutieren. Was nicht mehr wegzudiskutieren ist, sind die abgeänderten Symbolleisten, die in macOS 11 Big Sur komplett weggelassen wurden. Im Prinzip befinden sich nun die Titelleiste und die Symbolleiste auf der gleichen Höhe wie die drei Ampelpunkte zur Steuerung der Fenster (Schließen, Größe und ins Dock ablegen). Damit entsteht ein Dilemma bei längeren Titeln, bei vielen Symbolen und einer geringen Breite von Fenstern.#

Festplattendienstp… Die Titelleiste ist nicht ausreichend für das Fenster des Festplattendienstprogramms. Das gleiche gilt auch für die Symbole. Man muss auf den Pfeil klicken um mehr Symbole einzublenden. Function follows form in diesem Apple Redesign…
Apple Mail. Waren die Symbole noch in den vorherigen Versionen alle sehr weit links angeordnet, wandern Sie nun sehr weit nach rechts. Das ist funktional nicht besonders klug. Möchte man die Symbole verwenden, muss man seinen Blick immer im Fenster erst nach rechts wandern lassen…
Gleiches Problem in Vorschau der Dateiname in der Titelleiste ist versteckt. Man muss mit der Maus darüber, um ihn einblenden zu lassen, erst dann erscheint auch die Steuerung für die vorherigen Versionen. Die Symbole sind auch nicht komplett eingeblendet, obwohl das Fenster breit genug ist. Der Titel nimmt viel Platz weg.

Die drei oben gezeigten Beispiele ziehen sich wie ein roter Faden durch Apples neues macOS Design. Hier hat man die wichtigste Maxime guten Designs verdreht. Anstatt “Form follows function” hat man sich gedacht, “Function follows form”, beziehungsweise eher “GUI follows form”.

Kontraste und Hell/Dunkel

Nun zum allgemeinen Erscheinungsbild, die Eingangs erwähnten Kontraste sind problematisch. Sie bringen zwar eine helle und luftige Darstellung, aber im Alltag bringen sie für den Anwender gewisse Probleme mit sich, die wieder auf die Nutzbarkeit des Systems zur Lasten gehen.

Die neuen Dialoge für Öffnen und sichern sind komplett Weiß und damit wirklich sehr simpel. Dadurch verliert man sich aber sehr schnell, wenn viele Elemente zu Steuerung sich auf der weißen Fläche befinden.

Die Dialoge wirken nicht mehr so klar strukturiert und verlieren sich in dem gleichen Farbton. Das Problem wird im Darkmode etwas abgemildert, trotzdem wird das fehlen der Kontrastflächen ein Problem für viele Anwender darstellen.

Welcher Reiter ist nun ausgewählt? Schwer zu sagen, weil sehr dezent. Die Hervorhebung sollte etwas mehr Tiefe und Kontrast haben, wie wir finden.

Diese Kontraste machen es auch sehr schwer bei der Auswahl von Reiterkarteien zu sehen, welche Reiter nun aktiv ist und welcher nicht, die Hervorhebungen sind einfach zu dezent und somit nicht besonders praktisch.

Was uns am Redesign gefällt

Die neue Menüleiste wirkt auf jeden Fall wesentlich besser, als die alten, die schon sehr stark ins Alter gekommen waren. Mit der verlaufenden Transparenz und den neuen Auswahlflächen, die auch abgerundet sind, wirkt die Menüleiste für uns sehr modern und gut umgesetzt.

Eine sehr gelungene Designverschmelzung Kontrollzentrums von iOS in macOS 11, und die neue transparente Menüleiste, die dem System einen modernen und leichten Look verleiht ohne, dass die Funktionalität darunter leidet.

Das neue Kontrollzentrum bekannt aus iOS kommt in Big Sur zum Einsatz und gefällt sofort, es bietet alle wichtigen Funktionen auf einen Blick und lässt uns in der Menüleiste mehr Platz, die suche nach den vielen Symbolen gehört der Vergangenheit an.

Auch die Widgets sind aus iOS bekannt und wurden etwas angepasst. Die Optik wirkt einheitlich und passt perfekt zur neuen Menüleiste!

Last but not least und gefallen die neuen Hinweisfenster, die man seit macOS 9 eigentlich kaum angefasst hatte. Die Form ist nicht mehr horizontal, sondern von iOS übernommen und vertikal und kompakt.

Die Hinweisdialoge aus iOS funktionieren perfekt in macOS und gefallen in ihrer Optik.

Fazit

Das neue Redesign ist noch nicht 100% perfekt, es sind einige Ungereimtheiten und komische Entscheidungen seitens Apple. Wir hoffen sehr, dass am Ende das Design sich noch verbessert und besonders die negativ ins Auge stechenden Punkte behoben werden.

BootCamp adé…

Apple hat mit der Ankündigung der neuen Macs mit Apple Silizium Chips auch indirekt BootCamp nur noch für Intel-Macs gelassen. Was bedeutet das?

…willkommen Parallels und VMware Fusion

Nun die neuen Macs ohne Intel Chip werden nicht mehr nativ mit Windows booten können. Aber es werden Virtualisierungen für Windows und die neuen Macs bereits vorbereitet. Sowohl Parallels als auch VMWare Fusion sollen bereits in Kürze als Betas für die kommende Plattform erscheinen.

WWDC 2020 Historisch!

Apple hat einen neuen Meilenstein erreicht, wie bereits in der Vergangenheit, hat Apple eine Zäsur in seiner Prozessorarchitektur vor. Intel wird aus den Macs verschwinden und mit eigenen Apple ARM-Prozessoren ausgestattet. Apple nennt seine CPUs Apple Silicon.

Dazu hat Apple seine Betriebssysteme komplett runderneuert und wird diese demnächst auch bereits als Public Betas zur Verfügung stellen.

  • macOS 16 Big Sur
  • iOS 14
  • iPadOS 14
  • tvOS 14
  • watchOS 7

macOS 16 Big Sur

Das neue macOS bekommt ein frisches und abgerundetes Aussehen. Dabei sieht man, dass nach Abgang von Jony Ive die vielen Ungereimtheiten behoben werden.

Die Menüleiste ist jetzt transparent und auch das Dock sieht mit den einheitlichen Icons einen modernen und leichten Eindruck

Die neue Oberfläche sieht viel übersichtlicher, aufgeräumter und einheitlicher aus. Zudem orientiert sich das Aussehen und die Funktionalität an den iOS und iPadOS Betriebssystemen, sowohl im Aussehen als auch in der Funktionalität.

Und natürlich kommt Big Sur mit einer eingebauten Technologie namens Rosetta 2 (Ein Deja-Vu für alle die länger als 15 Jahre bereits Mac Anwender sind), die es ermöglicht Programme die für Intel-Macs gebaut wurden auch auf den neuen Apple Silicon Macs zu installieren und verwenden.

iOS 14

iOS 14 bringt Neuerungen in Sachen Messages, Maps. Aber auch Neuheiten wie die App Library um die Vielzahl der Apps in Griff zu bekommen. Die größte und sehr auffällige Neuerung ist die Nutzung von Widgets auf den Homescreens. In etwa so wie es bereits bei Android-Systemen bereits möglich ist. Siri wird jetzt zu einem supercoolen animierten Logo und stört nicht mehr auf der gesamtem Bildschirmfläche. Das gleiche gilt für Anrufe. Zudem kann man jetzt Screen-in-Screen Videos schauen und gleichzeitig das iPhone mit anderen Apps verwenden.

Messages bekommt viele neue und praktische Neurungen.

iPadOS 14

iPadOS 14 bekommt die gleichen neuen Funktionen wie iOS 14 und zudem noch sehr praktische Funktionen für alle Nutzer des Apple Pencils. Viele Apple Fans die noch den Newton kennen, werden die Funktionen bereits bekannt vorkommen. Hier wurden die Handschrifterkennung in allen Textfeldern bekannt vorkommen. Zudem kann man die Notizen in iPadOS 14 noch einfacher handhaben.

iPadOS 14 wird viele neue Funktionen aus iOS 14 erhalten.

WWDC 2020

Wir sind gespannt auf die WWDC 2020, die wichtige Entwicklerkonferenz von Apple gibt mit der Eröffnung durch eine Keynote einen großen Einblick und Vorschau auf neue Produkte.

Dabei stehen im Vordergrund die Software Produkte aus dem Hause Apple, wobei auch gerne mal neue Hardware vorgestellt wird, wie beispielsweise der Mac Pro im vergangenen Jahr.

Was Apple dieses Jahr auf der Keynote vorstellen möchte, wird schon seit Wochen und Monaten spekuliert. Es steht jedoch auch ganz klar bereits fest, dass auf der WWDC die nächsten Betriebssysteme für alle Apple Produkte vorgestellt werden.

So können wir uns auf macOS 10.16, iOS 14, tvOS 14, watchOS 7 Neuigkeiten freuen. Hardwaretechnisch sieht es noch nicht ganz klar aus, es wird gemunkelt, das Apple mit einem Paukenschlag den Wechsel von Intel Prozessoren auf eigene Prozessoren der A-Serie für die Macs ankündigen wird.

Wir sind schon sehr gespannt. Die Keynote der WWDC lässt sich ab 19.00 Uhr am Montag den 22.06.2020 über YouTube, die Apple Webseite und auf AppleTV live verfolgen!